Am 8. September 2026 unternahmen die BFS-Technik gemeinsam mit der BVJ-Agrarklasse einen waldpädagogischen Spaziergang zur Hubertushöhe. Bei herrlichem Wanderwetter machten wir uns von der Europaschule Oschersleben aus auf den Weg in Richtung Wald.

An der Hubertushöhe wurden wir von dem Revierförster Herrn Strebe herzlich empfangen. Er nahm sich viel Zeit, uns den Wald und seine vielfältigen Bewohner näherzubringen. Anschaulich erklärte er, wie ein Wald aufgebaut ist, welche Baumarten dort wachsen und welche Tiere in diesem Lebensraum zu Hause sind. Außerdem erfuhren wir Interessantes über die Aufgaben eines Revierförsters und über die Bedeutung des Waldes für Mensch, Tier und Umwelt.

Waldpädagogik bedeutet, den Wald nicht nur aus Büchern oder dem Unterricht zu kennen, sondern ihn unmittelbar zu erleben. Beim gemeinsamen Rundgang konnten wir den Wald mit allen Sinnen entdecken: Wir beobachteten die Natur, lauschten den Geräuschen des Waldes und achteten auf unterschiedliche Pflanzen, Spuren und natürliche Zusammenhänge. Dabei wurde deutlich, dass der Wald weit mehr ist als eine Ansammlung von Bäumen. Er ist Lebensraum, Klimaschützer, Wasserspeicher, Erholungsort und zugleich ein spannender Lernort.

Herr Strebe erklärte uns auch, warum abgestorbene Bäume, Äste und herumliegendes Laub wichtig für das Ökosystem sind. Was auf den ersten Blick vielleicht unordentlich aussieht, bietet zahlreichen Insekten, Pilzen und Kleintieren Nahrung und Unterschlupf. So konnten wir erfahren, wie eng die verschiedenen Bereiche des Waldes miteinander verbunden sind und warum ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur so wichtig ist.

Auf unserer großen Runde durch den Wald wurden wir von unserem Begleiter Pari unterstützt. Gemeinsam erkundeten wir die Umgebung und genossen die frische Waldluft. Dabei wurde schnell klar: Im Wald gibt es immer etwas zu entdecken – man muss nur aufmerksam hinschauen. Und natürlich macht eine längere Wanderung auch hungrig.

Deshalb stärkten wir uns anschließend auf der Hubertushöhe. Bei einer gemütlichen Pause konnten wir uns ausruhen, miteinander ins Gespräch kommen und neue Kräfte für den Rückweg sammeln. Gut gestärkt machten wir uns danach wieder in Richtung Oschersleben auf. Das Wetter zeigte sich weiterhin von seiner besten Seite und sorgte für ideale Bedingungen für unseren Wandertag.

Der Ausflug war eine gelungene Verbindung aus Bewegung, Gemeinschaft und Lernen außerhalb des Klassenzimmers. Wir konnten viele neue Eindrücke sammeln und den Wald aus einer ganz besonderen Perspektive kennenlernen. Eines steht nach diesem Tag jedenfalls fest: Wandern macht hungrig, aber Waldwissen macht klug!

Ein großer Dank gilt Herrn Strebe für die interessante und lebendige Führung sowie für die vielen spannenden Informationen über den Wald und seine Bewohner. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei Frau Reimann, unserer Schulsozialarbeiterin, und beim Förderverein der Berufsschule. Durch ihre Unterstützung und ihr Engagement konnte dieses Projekt überhaupt durchgeführt werden. Ohne ihre Hilfe wäre dieser besondere Ausflug nicht möglich gewesen.

So kehrten wir mit vielen neuen Erfahrungen, guter Laune und vielleicht auch ein wenig Muskelkater an die Europaschule Oschersleben zurück.

(Christian Jankowski)